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Medikamente und ihre finanziellen Nebenwirkungen

Der Einsatz der richtigen Medikamente ist entscheidend für den Therapieerfolg. Aber nicht nur das: Die Medikamentenwahl wirkt sich auch aufs eigene Portemonnaie und die Gesundheitskosten insgesamt aus. Was muss man dazu wissen? 

Welche Medikamente bezahlt die Grundversicherung?

Wenn ein Arzt ein Medikament verordnet, spricht man von einem Pflichtmedikament, für dessen Kosten die Krankenversicherung aufkommen muss. Alle kassenpflichtigen Medikamente sind in der Schweiz auf der Spezialitätenliste (SL) und der Arzneimittelliste mit Tarif (ALT) aufgeführt. Letztere umfasst die Präparate, Wirk- und Hilfsstoffe, die in Apotheken zu speziellen Rezepturen kombiniert werden. Die beiden Listen werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) herausgegeben. Auf der Spezialitätenliste finden sich auch einige komplementärmedizinische Medikamente. Sie werden aber nur bezahlt, wenn sie von einem Arzt mit entsprechendem Fähigkeitsausweis verschrieben werden. 

Worin unterscheiden sich rezeptpflichtige von rezeptfreien Medikamenten?

Rezeptfreie Medikamente können auch ohne ärztliche Verordnung direkt in der Apotheke bezogen werden. Bezahlen muss man sie dann allerdings selbst. Welche Medikamente rezeptpflichtig sind, legt Swissmedic fest, die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel. Die Verschreibungspflicht soll Patienten vor unmässigen Nebenwirkungen schützen und den Medikamentenmissbrauch verhindern.

Was ist ein Generikum?

Ein Generikum (Mehrzahl: Generika) ist ein Nachahmerpräparat, das unter einem anderen Namen als das entsprechende Originalpräparat verkauft wird. Bezüglich Wirkstoff, Dosierung und Darreichungsform (z.B. Tabletten oder Sirup) unterscheiden sich Generika nicht von den Originalpräparaten. Auch erfüllen sie dieselben Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Generika können Originalpräparate deshalb ersetzen. Auf den Markt gelangen Generika dann, wenn der Patentschutz der Originalpräparate nach 20 Jahren abgelaufen ist. Die kassenpflichtigen Generika sind auf der Generikaliste (GL) aufgeführt, die Teil der Spezialitätenliste (SL) ist.

Warum sind Generika vorzuziehen?

Die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente ist mit hohen Investitionen verbunden. Deshalb sind neue Medikamente oft sehr teuer. Bei Generika fallen diese Kosten weg, so dass sie durchschnittliche 30 Prozent, in Einzelfällen sogar bis zu 70 Prozent günstiger sind. Das bedeutet, dass auch die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) bei einem Generikum tiefer ausfällt. Dazu kommt, dass der Selbstbehalt bei Originalpräparaten, für die es ein deutlich günstigeres Generikum gibt, 20 statt 10 Prozent beträgt. Wer ein Generikum wählt, trägt so dazu bei, die Gesundheitskosten und damit die Prämien tief zu halten. Würden in der Schweiz konsequent Generika verschrieben, wären bis zu 300 Millionen Franken an Einsparungen möglich. Jeder Patient hat das Recht, sich für das Generikum oder das Originalpräparat zu entscheiden, unabhängig davon, was der Arzt vorschlägt.

Für welche Medikamente braucht es eine Zusatzversicherung?

Verordnet der Arzt ein von Swissmedic zugelassenes Medikament, das jedoch nicht kassenpflichtig ist, übernehmen Zusatzversicherungen wie ÖKK FLEX oder ÖKK FAMILY 90 Prozent der Kosten. Dazu gehören auch verschiedene komplementärmedizinische Medikamente. Voraussetzung ist, dass das Präparat ausschliesslich der Heilungsanwendung dient. Komfort- und Lifestyle-Produkte fallen nicht darunter. Informationen unter: Zusatzversicherungen

Was gilt es beim Bezug von Medikamenten zu beachten?

ÖKK Versicherte haben zwei Möglichkeiten, ihre Medikamente zu beziehen: in einer klassischen Apotheke oder über die Versandapotheke Zur Rose. Wer sich für eine Apotheke entscheidet, profitiert von der persönlichen Beratung, etwa zu verfügbaren Generika. Der Vorteil der Versandapotheke Zur Rose liegt darin, dass man die Medikamente nicht nur diskret, bequem und sicher nach Hause geliefert erhält, sondern dank Rabatten auch Geld spart. Besonders empfehlenswert ist diese Dienstleistung bei Dauerrezepten. Die Abrechnung erfolgt direkt über ÖKK.